Die Realschule hat gewählt!

Die Zehntklässler der Realschule haben den neuen Landtag bereits am 05. Oktober gewählt. Im Rahmen des Projekts „Juniorwahl“, welches sowohl von der Landeszentrale als auch von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt wird, haben alle Zehntklässler an den Wahlen zum Landtag teilgenommen.

Es wurde ein Wahllokal in der Schule errichtet, in dem die Jugendlichen nur dann wählen konnten, wenn sie ihre Wahlbenachrichtigung vorweisen konnten. Der aus Schülern bestandene Wahlvorstand hat dies akribisch überprüft und erst daraufhin die Wahlzettel ausgehändigt. Diese sahen täuschend echt aus und forderten die Schüler. Die Wahlunterlagen waren nämlich genau denjenigen nachempfunden, die am 14. Oktober ausgehändigten wurden, denn die Kandidaten des Stimmkreises 131 Weilheim–Schongau waren abgedruckt worden. Die vielen Namen auf dem Wahlzettel zur Zweitstimme ließen die Jugendlichen erahnen, wie komplex die Vorgänge sind, um auf den Listen einen Platz „weit oben“ zu erreichen. Die Kreuze wurden in den Wahlkabinen gesetzt und letztlich durften die Zettel in die versiegelten Wahlurnen eingeworfen werden.

Mit der Simulation von echten Wahlen endete für die Realschüler eine Unterrichtssequenz, in der sie sich seit September mit den Wahlprogrammen der Parteien, der Wirkung von Wahlplakaten und dem Bewusstwerden der eigenen Meinung, u. a. durch den Wahl-O-Mat beschäftigt hatten.

Bei den diesjährigen Juniorwahlen wurden über 637 Schulen gezählt, die allein in Bayern teilgenommen haben. Die Schirmherrschaft für dieses Projekt haben die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm und der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus Bernd Sibler inne.

Das Wahlergebnis soll erst nach der „echten“ Landtagswahl am 14.10.2018 in der Schule und in der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Interessierte sind dazu eingeladen auf der Seite www.juniorwahl.de die Einzelergebnisse der Schule sowie das Gesamtergebnis anzuschauen. Verraten werden darf allerdings eine hohe Wahlbeteiligung von knapp 95 %.