Den Schülern (k)einen Bären aufgebunden

„Hast du Tomaten auf den Augen?“, „Da habe ich noch mal Schwein gehabt!“ oder „Einemgeschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul!“ Jeder kennt und benutzt Redensarten inseinem Alltag. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und woher stammen dieRedewendungen? Antworten darauf bekamen die 6. Klässler der Realschule in einerkurzweiligen und interaktiven Lesung. In dieser erklärte der Bamberger Autor Dr. Rolf-Bernhard Essig den rund 90 Schülerinnen und Schülern die Herkunft und Bedeutungzahlreicher Redewendungen. „Einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul!“ geht zum Beispiel zurück auf denVerkauf von Pferden. Denn entschließt man sich ein Pferd zu kaufen, überprüft der Käuferdas Alter des Tieres anhand des Pferde-Gebisses. Der Grad der Abnutzung der Zähne ist einHinweis darauf, ob der Verkäufer bei der Altersangabe des Vierbeiners geschummelt hat.Einige Redewendungen hat der Gast mit den Kindern nachgespielt: So hat er sich von einerSchülerin „an der Nase herumführen“ lassen und einen anderen Schüler „auf den Armgenommen“.Während der Veranstaltung ließ Herr Dr. Essig sprichwörtlich „die Katze aus dem Sack“ underzählte anhand von mitgebrachten Gegenständen, die in einem Sack steckten, spannendeGeschichten rund um den Esel, die Katze und den Elefanten.Fazit der Lesung: Den 6. Klässlern kann keiner mehr „einen Bären aufbinden“.